Leuchttuerme am Kap Arkona

Kap Arkona


Das Kap Arkona bildet die Nordspitze Rügens und gehört zur Gemeinde Putgarten. Da der Ort verkehrsberuhigt ist, fährt die "Arkona-Bahn" vom Großparkplatz zu den Leuchttürmen, dem Fischerdorf Vitt und hält in der Ortsmitte am Gutshaus. 

Die beiden Leuchttürmen sind weithin sichtbar. Der ältere Leuchtturm (1827) ist 19 m hoch, ein echter Schinkelbau, heute Museum und Standesamt. Der andere Turm hat eine Höhe von 36 m. Seit 1902 sendet er seine Lichtblitze übers Meer. Beide Türme können besichtigt werden. Der dritte Turm wurde 1927 von der deutschen Marine als Peilturm errichtet. Er beherbergt ein kleines Museum, ein Künstleratelier und dient als Aussichtsturm.

Von der Tempelburg, einst Hauptheiligtum der Ranen, ist nur noch die Wallanlage erhalten geblieben. Auf dem bis zu 14 m hohem Wall befinden sich Aussichtspunkte. Ausgrabungen sollen weitere Erkenntnisse aus der Slawenzeit bringen. Die Steilküste ist bis zu 46 m hoch. Über zwei Treppen kann man den Strand erreichen.

Das Fischerdorf Vitt existiert vermutlich schon über eintausend Jahre. Sehenswert ist die Kapelle, das Dorf und der Strand mit dem Blick auf das Kap. Ein Spaziergang (1, 2 km) auf dem gut ausgebauten Hochuferweg von und nach Vitt ist sehr zu empfehlen.

Auf der Rückfahrt zum Parkplatz mit der Arkonabahn bietet sich der Besuch des Gutshofes an. Er ist das Zentrum der Gemeinde Putgarten (etwa 300 Ew.). Hier erlebt der Besucher altes Handwerk und Gewerbe und einen Rügenladen. Viel fotografiert wird auch die ehemalige Seenotrettungsstaion, eine der Ältesten in Deutschland.

Aus der DDR-Zeit stammt eine Bunkeranlage, die durch die Marine errichtet wurde. Wer ausreichend Zeit hat, kann die Anlage und die darin untergebrachten Ausstellungen besichtigen.




Schon gewusst?
Rügenkreide wird auch „Schreibekreide“ genannt. Der Name kommt von einem früheren Verwendungszweck. Die Kreide wurde aufgeschlämmt und getrocknet, anschließend in Stücke geschnitten, mit denen dann an der Schultafel geschrieben wurde. Das ist längst Geschichte. Schon seit einigen Jahrzehnten wird Schultafelkreide aus fein gemahlenem Gips hergestellt. Dieser ist feinkörniger und weicher als die Rügenkreide, somit auch Tafelschonender.