Dranske

Dranske


"Auf Rügen ganz oben" - so wirbt der Ort (ca. 1.500 Ew.) zwischen Wieker Bodden und Ost-see um Gäste. Erste urkundliche Erwähnung 1314. Der kleine Ort gewann ab 1683 mit der Eröffnung der Postlinie Ystad - Bug - Stralsund an Bedeutung. Ende des 19.Jh. wurde eine Lotsenstation auf dem Bug errichtet. Mit dem 1.Weltkrieg prägte das Militär die Entwicklung des Ortes. Den kaiserlichen Seefliegern folgten die Seeflieger der Wehrmacht. Die errichtete eine Wohnsiedlung, das heutige Ortszentrum.

In der DDR-Zeit erhielt der Ort kleinstädtischen Charakter. Grund dafür war wieder das Militär. Die Volksmarine richtete einen Schnellbootstützpunkt ein. Die Einwohnerzahl stieg in dieser Zeit auf rund 3.900 Einwohner an. 1991 waren die "Militärzeiten" vorbei. Auch andere Arbeitsmöglichkeiten gingen verloren und so zogen viele Menschen weg.
Die Einwohnerzahl sank in kürzester Zeit auf 1.700 und nimmt immer noch ab. Lange bemühte man sich für die Halbinsel einen Investor zu finden. Ende der 90 iger Jahre schien man ihn gefunden zu haben. Ein Oldenburger Investor wollte ein Tourismuszentrum errichten. Die Eigentumsübertragung erfolgte 2001. Leider hat sich bis heute aber immer noch nichts getan. 

Der Campingplatz im Ortsteil Nonnevitz und die Feriensiedlung Bakenberg gehören ebenso zur Gemeinde, wie ein ca. 6 km langer Sandstrand. Dranske ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Schon gewusst?
„Seeigel“ sind vermutlich die bekanntesten Fossilien aus dem Kreidemeer. Vor etwa 70 Millionen Jahren lebten sie dort zusammen mit Seesternen und Seelilien in großer Zahl. Die drei Arten gehören zu den Stachelhäutern. Bei den Fundstücken handelt es sich um Ausfüllungen von Seeigelgehäusen aus schwarzgrauem Feuerstein. Solche Feuersteinkerne mit den typischen weißen Abbildungen der Stachelansätze findet man an der Kreideküste.