Feuersteinfelder

Feuersteine - Feuersteinfelder Mukran


Ihren Namen haben sie daher, weil man diese Steine in früheren Zeiten zum Entfachen des Feuers benutzte. Entstanden sind die Feuersteine in der gleichen Zeit wie die Kreide aus Schwämmen und Algen, die nach dem Absterben verkieselt sind. Zu 99% bestehen sie aus kristalliner Kieselsäure, diese gelartige Kieselsäure verfestigte sich in geologischen Zeit-räumen zu den heutigen, harten u. splittrig brechenden Feuersteinen. Wegen der großen Härte dienten sie in der Steinzeit als Hauptmaterial für die Herstellung von Werkzeugen ("Stahl der Steinzeit"). Die Feuersteine weisen oft kuriose Formen auf, "Hühnergötter" nennt man die mit einem oder mehreren Löchern. Die entstanden dadurch, dass die früher darin enthaltene Kreide durch die See ausgewaschen wurde. Nach alter Überlieferung sollen sie die Legefreudigkeit und Gesundheit der Hühner erhöhen, wenn man sie ihnen ins Nest legt. Sie galten allgemein als Glücksbringer und wurden als Talismann am Lederband oder an der Kette getragen, auch an Türen und Fenstern alter Häuser fand man sie oft, denn man glaubte, dass sie böse Geister fernhielten. Riesige Hühnergötter können mehrere Zentner wiegen. Da man in Sassnitz den Hohlraum dieser großen Steine mit Blumen bepflanzte, nennt man sie auch "Sassnitzer Blumentöpfe".

Die Feuersteinfelder in der Schmalen Heide (bei Mukran) sind ein in Europa einmaliges Naturschutzgebiet. Dieses Naturschutzgebiet ist eine geologische Rarität. Nach Sturmfluten vor ca. 3.000 bis 4.000 Jahren blieben unzählige Feuersteine an Land liegen und bildeten insgesamt 14 Feuersteingeröllwälle teilweise bis zu einem Meter hoch geschichtet - daher auch die Bezeichnung "Steinernes Meer". Das Gebiet ist durchsetzt von Eichen, Kiefern, Wacholder, Heckenrosen, Ginster, Heidekraut, Borstengräser, Moose und verläuft etwa 2 km parallel zur Küste. Vom Parkplatz in Neu Mukran führt ein Wanderweg bis zu den Feuersteinfeldern (ca. 2 km).

Schon gewusst?
"Aussichten" am Kap Arkona. Von den Leuchttürmen sieht man bei klarer Sicht die ca. 54 km entfernte dänische Insel Moen.