Findlinge

Findlinge


Sie sind beeindruckend, die Felsbrocken aus der Eiszeit. Die zum Teil riesigen Findlinge hatten in der Slawenzeit eine große Bedeutung und wurden auf vielfältige Weise für Kulthandlungen genutzt, am bekanntesten sind die Opfersteine. Durch die normale Verwitterung widerstandsschwacher Bestandteile des Granits entstanden „Fußspuren“ und „Blutrinnen“, die regten die Phantasie der Menschen an und es entstanden Geschichten über viele dieser Steine: z.B. der Opferstein und der Jungfrauenstein am Herthasee, der Waschstein am Königsstuhl, der Buskam bei Göhren, der Schwanenstein bei Lohme, der Siebenschneiderstein am Kap Arkona, der Opferstein bei Quoltitz, Klein Helgoland bei Sassnitz u.v.a.. Findlinge wurden seit sieben Jahrhunderten als Baumaterial genutzt. Sie waren kostenlos und in großer Zahl vorhanden. So stehen zahlreiche Inselkirchen auf soliden Fundamenten aus Granitblöcken, die aus Findlingen gewonnen wurden. Auch so manche alte Alleenstraße wurde mit Steinen, aus den Inselriesen gesprengt, gepflastert. Für den Bau der Sassnitzer Hafenmole holten die Fischer derartige Granitblöcke in großer Zahl aus dem Wasser.

Schon gewusst?
Keine Stadt, Gemeinde oder Ort ist weiter als 8 km vom "Wasser" entfernt.