Gingst

Gingst


Die Geschichte von Gingst (ca 1.480 Ew.) reicht weit zurück. Die erste urkundliche Erwähnung findet der Ort "Ghynxt" im Jahre 1232. Landwirtschaft und Gewerbe bestimmten den Werdegang des einst bedeutenden Marktflecken. Gingst besaß Marktrecht und war als Gardvogtei und kirchliche Präpositur Verwaltungsbezirk.
Der Pastor Johann Gottlieb Picht hob 1774 die Leibeigenschaft auf, führte die Damast-weberei und Anfänge der Berufsausbildung ein. Besucher der "Historischen Handwerks-stuben" finden Sachzeugen aus der Blütezeit des ortsansässigen Handwerks: Weberei, Schumacherei, Schneiderei, landwirtschaftliches Gerät und Kücheninventar.
Sehenswert ist auch die "Jakobikirche" (13. Jh.), die zu den größten Kirchen der Insel zählt. Kenner wissen, dass hier eine der schönsten und am besten erhaltenen historischen Orgeln in M / V steht. Namhafte Interpreten haben auf der Orgel gespielt und werden es sicher auch zukünftig tun.
Zu einer touristischen Sehenswürdigkeit entwickelt sich der im Juli 2000 eröffnete Rügen-Park. Außer dem Nachbau der Insel Rügen auf einer Fläche von 70 x 80 Metern erwarten den Gast rund 100 interessante Modelle u. a. der Deutsche Reichstag, Schloss Schwanenstein, die Pyramiden oder Notre Dame, eingebettet in eine schöne Parklandschaft.

Schon gewusst?
Ein "Dumper" ist ein Dreirad-Muldenkipper und war für die Bau- und Landwirtschaft der DDR konzipiert. Er hatte den Spitznamen „Dreikantfeile“. Das Gerät wog selbst eine Tonne und konnte eine Tonne transportieren.
Der Ein-Zylinder-Viertakt-Wirbelkammer Diesel mit 6,5 PS machte das Transportge-rät 26 km/h schnell.
In Lieschow auf Rügen bei Bauer Lange können Interessenten Dumper fahren. Hier finden auch Dumper-Rennen statt.