Lancken Granitz

Lancken Granitz


Wer nach Mönchgut will, fährt an Lancken-Granitz vorbei. Ein Abstecher in das Dorf ca. 390 Einw.) lohnt sich, es bietet einige Sehenswürdigkeiten:
Von der Andreaskirche stammt der Chor aus dem Jahre 1443. Das Pfarrhaus ist ein Fachwerkbau, das 1770 errichtet wurde. In unmittelbarer Nähe des Ortes befinden sich die bekanntesten Großsteingräber Rügens. Ackerbauern und Viehzüchter errichteten die im Volksmund Hünengräber genannten Grabanlagen vor mehr als 4.000 Jahren. Die Grabkammern sind gut erhalten und auch mit dem Bus gut zu erreichen.
Von Lancken-Granitz führt eine sehr schöne Kastanienallee zum Jagdschloss Granitz hinauf. Die Kopfsteinpflasterstraße lies der Fürst zu Putbus im vorigen Jahrhundert anlegen. Neben einem Hotel und gastronomischen Einrichtungen gibt es Ferienhäuser und -wohnungen als Übernachtungsangebot. Der Ort ist bei Radwanderern sehr beliebt.


Schon gewusst?
Nach Rügen kam die Kartoffel vermutlich in der 2. Hälfte des 18. Jh.. In den Aufzeichnungen des damaligen Pastors vom Kirchspiel Swantow über die Bewirtschaftung des Pfarrgartens wird die Einrichtung einer "Artoffel-Koppel" auf einem halben pommerschen Morgen (0,655 ha) erwähnt.
In Europa ist die Kartoffel seit 1533 bezeugt. Francis Drake gilt als erster Importeur, da wurde die südamerikanische Kulturpflanze noch "Patata" genannt.