Kraniche

Kraniche


Jedes Jahre im Frühjahr und Herbst machen tausende Kraniche (wissenschaftlich Grus - Grus) Rast im Bereich des Nationalparkes-Vorpommersche Boddenlandschaft (Westrügen und Hiddensee). Der Kranich erreicht eine Größe bis zu 125 cm, eine Spannweite der Flügel von 220 bis 245 cm und wiegt bis zu 6,1 kg. In Flugformation erreichen die Kraniche (abhängig von der Wetterlage) eine Fluggeschwindigkeit von 60 bis 65 km/h. In Asien gilt der Kranich als Glücksbringer, die Lufthansa trägt ihn seit 1926 als Symbol. Der Kranich ist weltweit geschützt. Während des Frühjahrszuges zu den Brutgebieten verweilen sie hier nur eine kurze Zeit, dafür sind die Rastzeiten während des Herbstzuges zu den Überwinterungsge-bieten ausgedehnter, teilweise ab Mitte August bis Mitte November. Diese Zeit wird genutzt, um ausgiebig Nahrung aufzunehmen. Am Tage fliegen die Vögel auf die  Felder, um dort nach Nahrung zu suchen. Abends fliegen sie in die Flachwassergebiete ein, die als Schlafplätze dienen. Kraniche schlafen stehend im Flachwasser, häufig nur auf einem Bein. Mit Sonnenaufgang verlassen oft mehrere tausend Kraniche die Schlafgebiete und gehen auf Nahrungssuche, bevorzugt werden Getreidekörner. Diese herrlichen Vögel können während des Frühjahr- und Herbstzuges beobachtet werden. Ausreichender Abstand, und keine auffällige Kleidung tragen dazu bei, daß der Kranich nicht zu stark beunruhigt wird. Auf Rügen gibt es zwei Beobachtungspunkte: Tankow auf Ummanz und Streu an der Udarser Wieck. Hinzu kommen Im Herbst Kranichfahrten der Reederei Hiddensee. Die Gäste können das "Einfliegen" auf die Schalfplätze beobachten und erfahren von Spezialisten viel Wissenswertes über die Kraniche.


Schon gewusst?
„Seeigel“ sind vermutlich die bekanntesten Fossilien aus dem Kreidemeer. Vor etwa 70 Millionen Jahren lebten sie dort zusammen mit Seesternen und Seelilien in großer Zahl. Die drei Arten gehören zu den Stachelhäutern. Bei den Fundstücken handelt es sich um Ausfüllungen von Seeigelgehäusen aus schwarzgrauem Feuerstein. Solche Feuersteinkerne mit den typischen weißen Abbildungen der Stachelansätze findet man an der Kreideküste.