Neuenkirchen

Neuenkirchen


Eine ländliche Gemeinde (ca. 400 Ew.) im Norden Zentralrügens am Großen Jasmunder Bodden gelegen. Der nördlich gelegene hölzerne „Grümbke Turm“ auf der Anhöhe Hoch Hilgor (44 m ü. NN), ist ein inzwischen bekannter Aussichtsturm von dem aus man Hiddensee, Kap Arkona und Dranske sehen kann. Sehenswert ist die Kirche aus dem Anfang des 14. Jh., deren untere Teile aus unbehauenen Findlingen besteht. Zwei Kastengestühle aus dem 17. Jh. und das steinerne Epitaph „Usedom“ sind sehr interessante Zeitzeugen aus der Kirchengeschichte. Eine Gutshofanlage, errichtet Ende des 19. Jh., ist Kunstinteressierten als Kulturgut Liddow bekannt. Der Maler Reeckmann nutzt die Gebäude als Werkstatt und Galerie. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Auktionen statt. In und um Neuenkirchen gibt es Ferienwohnungen und Privatquartiere, auch Urlaub auf dem Bauernhof ist hier möglich.


Schon gewusst?
Nach Rügen kam die Kartoffel vermutlich in der 2. Hälfte des 18. Jh.. In den Aufzeichnungen des damaligen Pastors vom Kirchspiel Swantow über die Bewirtschaftung des Pfarrgartens wird die Einrichtung einer "Artoffel-Koppel" auf einem halben pommerschen Morgen (0,655 ha) erwähnt.
In Europa ist die Kartoffel seit 1533 bezeugt. Francis Drake gilt als erster Importeur, da wurde die südamerikanische Kulturpflanze noch "Patata" genannt.