Sagard

Sagard


Das Dorf (ca. 2.800 Ew.) war seit jeher das Tor zur Halbinsel Jasmund. Einer von drei Haupt-wegen des Mittelalters führte durch den Ort. Der Sagarder Krug und die Mühle wurden schon 1300 erwähnt.
1794 gründete Pastor von Willich die "Brunnen-, Bade- und Vergnügungsanstalt" , die eisen- und kohlesäurehaltige Quellen zu Heilzwecken nutzte. Heute erinnert nur noch die rena-turierte und sanierte Brunnenaue daran, daß Sagard einst der erste Badeort Rügens war. Die romanische Backsteinkirche in der Ortsmitte entstand um 1300.
Zum Ort gehört auch Martinshafen am Großen Jasmunder Bodden gelegen. Früher legten hier die "Kreideschiffe" an, heute sind es vorwiegend Sportboote.
Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sowie eine große Zahl an Privatquartieren stehen für die Gäste in Sagard und besonders im Ortsteil Neddesitz zur Verfügung. Dort befinden sich auch alte Kreidebrüche sowie das Kreidemuseum. In unmittelbarer Nachbarschaft der Nationalpark Jasmund.










Schon gewusst?
„Seeigel“ sind vermutlich die bekanntesten Fossilien aus dem Kreidemeer. Vor etwa 70 Millionen Jahren lebten sie dort zusammen mit Seesternen und Seelilien in großer Zahl. Die drei Arten gehören zu den Stachelhäutern. Bei den Fundstücken handelt es sich um Ausfüllungen von Seeigelgehäusen aus schwarzgrauem Feuerstein. Solche Feuersteinkerne mit den typischen weißen Abbildungen der Stachelansätze findet man an der Kreideküste.