Sellin

Sellin


Vom Fischerdorf zum Ostseebad (ca. 2.500 Ew.), eine Entwicklung wie viele andere See-bäder auch. Die Ostsee, der weiße, feinsandige Strand, der Granitzwald und der Selliner See sind gute Gründe dafür. In der Wilhelmstraße wurden viele Hotels und Pensionen wieder neu hergerichtet, natürlich im Stil der Bäderarchitektur.
Die erste Anlegestelle für Dampfer wurde 1906 errichtet, nach den schweren Beschädi-gungen 1942 erfolgte nach und nach der Abriss, die letzten Teile wurde 1978 abgebrochen. 1993 wurde die heutige Seesbrücke übergeben, an der zunächst keine Ausflugsschiffe anlegen konnte, da die Wassertiefe zu gering war. Erst mit der Verlängerung der Brücke auf 394 m und der Übergabe der Restaurantaufbauten im Jahr 1998 konnten Ausflugsschiffe und Gäste die nun längste Seebrücke Rügens nutzen. Heute ist die Seebrücke das Wahrzeichen von Sellin. 
Das staatlich anerkannte Seebad verfügt über ein großes Angebot an Geschäften, Gaststätten und einem Schwimmbad mit großzügigem Wellnessbereich. Der Besucher kann sich entscheiden zwischen den neuerbauten Ferienwohnungen Sellin, den kleinen individuellen Pensionen oder fünf Sterne "Cliff-Hotel", sicher keine leichte Aufgabe.
Seit 1895 verfügt  Sellin ebenfalls über einen Bahnhof der Schmalspurbahn "Rasender Roland". Im Bahnhofsrestaurant kann man hervorragend essen.
Wissenswertes über das "Gold des Meeres" erfährt man im Bernsteinmuseum Sellin. So kann man hier "Inklusen" (Einschlüsse) bewundern, das sind Bernsteinfunde (siehe Bernstein) der besonderen Art. Der dazugehörige bietet eine große Auswahl an Bernschmuck an.











































Schon gewusst?
Ein „Donnerkeil“ sieht aus wie eine Geschoss-Spitze. Unsere Vorfahren glaubten, es wären die Spitzen der Blitze, die der germanische Gott Donar auf die Erde schleuderte.
Doch es handelt sich um Fossilien aus der Kreidezeit, um Belemniten. Die versteinerten Enden der kalmarähnlichen Tintenfische findet man am Strand. Es sind meist nur Bruchstücke, manchmal etwas längere Spitzen und wenn man Glück hat auch bis zu zwölf Zentimeter lange „Donnerkeile“.