Wandertouren

Wandertouren


Es gibt auf der Insel Rügen sehr viele Wanderwege. Sie sagen uns, für welche Sehens-würdigkeiten Sie  sich entschieden haben  und wir planen für Sie die entsprechenden Wandertouren.
Nachfolgend einige Vorschläge von uns:

Wanderung Binz – Sassnitz
Ausgangs- oder Endpunkt der Wanderung ist die Seebrücke Binz. Von ihr haben Sie einen schönen Blick auf das größte Seebad der Insel Rügen. Der kilomterlange Strand ist „ge-schmückt“ mit vielen Strandvillen, die man mit dem Begriff „Bäderarchitektur“ verbindet.
Von der Seebrücke aus beginnen Sie die ersten drei Kilometer als Strandwanderung. An der ehemaligen Seenotrettungsstation enden die Villen und es beginnt der Abschnitt der ehemaligen FDGB-Ferienheime, die sich bis zum nördlichen Ortsausgang hinziehen. Natürlich sind inzwischen alle Gebäude längst saniert und selbst Einheimische haben Mühe, sich an die alten Bezeichnungen zu erinnern.
Es folgt der Kiefernwald der Prora. Ihr Strandspaziergang wird von einer Kaimauer unterbrochen, die bis ins Meer ragt. Die gehört zu den Resten des ehemaligen KdF-Bades Prora, eine riesige Ferienanlage in denen sich nach den Plänen der NS-Organisation „Kraft durch Freude“ 20.000 Menschen gleichzeitig erholen sollten. Sie wechseln auf die Innenstraße und wandern an den kilometerlangen Gebäuden vorbei durch den Küstenwald bis nach Mukran. 
Hier mitten im Wald beeindrucken die Feuersteinfelder, auch das „Steinerne Meer“ genannt, ein in Europa einmaliges Naturschutzgebiet. In den letzten fünftausend Jahren wurden durch Sturmfluten riesige Mengen an Feuersteinen (sie stammen aus der Kreidezeit, vor rund 70 Millionen Jahren) angeschwemmt. Sie bilden große Flächen und  mittendrin grüne Eilande aus Sträuchern und Büschen.
Weiter wandern Sie am Fährhafen Mukran vorbei, dann den Hochuferweg entlang über den Golfplatz und durch eine aufgegebene Marinedienststelle, die darauf wartet, als Kurgebiet Sassnitz erschlossen zu werden. Im Stadthafen von Sassnitz haben Sie Ihr Ziel erreicht. Der Hafen bietet vielfältige Möglichkeiten für einen interessanten und angenehmen Aufenthalt.
Zurück können Sie den Linienbus oder auch ein Schiff der Reederei Ostseetour nutzen, die bis zur Seebrücke Binz Gäste mitnehmen. 
Gesamtstrecke 18 km. Es ist eine leichte Strecke mit geringen Höhenunterschieden. Wer „schwächelt“ kann an mehreren Stellen abbrechen und Verkehrsmittel nutzen.

Wanderung Glowe - Kap Arkona
Ausgangspunkt der Wanderung ist die „Ostseeperle“ im Erholungsort Glowe. Man könnte am Strand direkt bis zum Fischerdorf Vitt wandern. Für Naturfreunde gibt es noch einen anderen Weg und der führt von Glowe am Breeger Bodden entlang. Durch einen Wald aus Schwarzkiefern, Birken und Eichen erreicht man das Ufer und folgt diesem in nördlicher Richtung bis Juliusruh.
Durch den Kurpark wandern Sie zum Badestrand an die Tromper Wiek und schauen auf das Ziel – das Kap Arkona. Ab Juliusruh nutzen Sie dann den Küstenweg, immer das Meer im Blick. In Nobbin an den Großsteingräbern eine Fotostopp. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Fischerdorf Vitt.
Die kleine Kapelle von 1816 sieht man schon von weitem, den unter Denkmalschutz stehenden kleinen Ort in einer rund 40 m tiefen Schlucht mit nur 13 Häusern erst, wenn man schon da ist. Vitt gehört zu Putgarten, der nördlichsten Gemeinde der Insel Rügen. Das Fischerdorf ist vermutlich über 1000 Jahre alt, deren Bewohner versorgten in der Slawenzeit die Besatzung der Tempelburg mit Fisch und anderem Proviant.
Sie wandern auf dem Hochuferweg an den Überresten der Tempelburg und am Aussichtsturm vorbei bis zu den beiden Leuchttürmen.
Sie sind die Wahrzeichen vom Kap Arkona. Der kleinere soll sogar vom großen Meister des Klassizismus Friedrich Schinkel entworfen worden sein. Man kann beide besteigen und hat einen weiten Blick über das Kap. Interessant sind noch die Bunkeranlagen aus der DDR-Zeit, in denen sich verschiedene Ausstellungen befinden.
Auf dem Gutshof in Putgarten lohnt es sich zu verweilen. Hier gibt es viel Intessantes - Kunsthandwerk, Rügenprodukte und eine inseltypische Versorgung.
Vom Parkplatz Putgarten geht es dann zurück.

Wanderung Sassnitz — Königsstuhl
Ausgangs oder Endpunkt der Wanderung sollte der Sassnitzer Hafen sein. Über die  Strand-promenade mit kurzem Abstecher in die Altstadt wandern Sie ein kleines Stück auf dem Feuersteinstrand, dann folgt der Aufstieg zum Hochuferweg. Der führt direkt an der Kreide-küste entlang mit „Meerblick“ durch den Buchenwald der Stubnitz.
Es gibt viele Aussichtspunkte von denen Sie immer wieder die Kreidefelsen bewundern und fotografieren können. Weiter geht es durch die sagenumwobene Piratenschlucht. Der berüchtigte Seeräuber Klaus Störtebeker soll hier seine Beute versteckt haben. Über den Lenzer Bach gelangen Sie zu den Wissower Klinken. Neben dem Königsstuhl sind sie die wohl bekanntesten Kreidefelsen auf Rügen. Im Jahre 2005 stürzte ein großer Teil dieser Fels-formation ins Meer. In der Nähe befindet sich die Ausflugsgaststätte „Waldhalle“, gut geeignet für eine Wanderpause.
Die Ernst-Moritz-Arndt-Sicht biete wieder einen sehr schönen Ausblick auf die Kreideküste. Der Kieler Bach ergießt sich wie ein kleiner Wasserfall über die Kreideklippe auf den Strand und dann in die Ostsee. Der Bach liegt in einer etwa 50 m tiefen Schlucht, das bedeutet Abstieg und natürlich wieder Aufstieg nach Überquerung der Brücke. Die prachtvollen Buchenwälder werden Sie zu jeder Jahreszeit beeindrucken.
Nun kommt das Kollicker Ufer und am Kollicker Ort vorbei führt der Weg zur kleinen Stubben-kammer mit der Victoria-Sicht. Die Victoriasicht ist wieder so ein hervorspringender  Kreidefelsen von dessen kleiner Aussichtsplattform haben Sie einen atemberaubenden Blick auf den Königsstuhl hat.
Der Königsstuhl ist der bekannteste und meistbesuchte Kreidefelsen Rügens, er ragt  118 m fasst senkrecht aus dem Meer empor. Der Besuch der Aussichtsplattform gehört zum „Pflichtprogramm“. Im 2004 eröffneten Nationalpark-Zentrum Königsstuhl gibt es eine multi-mediale Ausstellung der besonderen Art, hier können Sie sich über Flora und Fauna des kleinsten Nationalparks Deutschland informieren. Im Bistro werden regionale Speisen in Bio-Qualität angeboten.
Wem Ihnen die bis hierhin zurückgelegten 7 km noch nicht genug sind, können Sie weiter wandern durch den Nationalpark am Herthasee vorbei bis nach Lohme. Ein Seebad an der Steilküste gelegen mit einem Hafen und einen schönen Ausblick zum Kap Arkona.
Bis Lohme sind es ca. 13 km. Es ist eine mittelschwere Strecke, nicht für Mobilitätsbe-hinderte geeignet. Besonders die Auf- und Abstiege der von den Bächen „gegrabenen“ Schluchten haben es in sich.
Man kann aber auch vom Königsstuhl aus den gleichen Weg wieder zurückwandern. Ansonsten fährt auch ein Linienbus des RPNV vom Königsstuhl-Parkplatz nach Sassnitz.


Schon gewusst?
Ein „Donnerkeil“ sieht aus wie eine Geschoss-Spitze. Unsere Vorfahren glaubten, es wären die Spitzen der Blitze, die der germanische Gott Donar auf die Erde schleuderte.
Doch es handelt sich um Fossilien aus der Kreidezeit, um Belemniten. Die versteinerten Enden der kalmarähnlichen Tintenfische findet man am Strand. Es sind meist nur Bruchstücke, manchmal etwas längere Spitzen und wenn man Glück hat auch bis zu zwölf Zentimeter lange „Donnerkeile“.